Warum Mapping früh beginnen sollte

Viele Integrationsprobleme werden erst im Test sichtbar, weil ein Feld technisch vorhanden, fachlich aber anders definiert ist. Eine Artikelnummer kann etwa die Lieferantenartikelnummer, Kundensachnummer oder Variante bezeichnen. Ein Mapping-Dokument macht diese Unterschiede vor der Implementierung sichtbar.

Die Mapping-Tabelle

Quelle cXMLZiel ERPRegel
SupplierPartIDitem_noDirekte Zuordnung oder Lookup
quantityorder_qtyDezimalformat validieren
UnitOfMeasureuom_codeUN/CEFACT-Code transformieren
Money/@currencycurrencyNur freigegebene ISO-Währungen
ShipTo/Addressdelivery_addressAdress-ID bevorzugen, Text als Fallback
Extrinsiccost_centerNur bei vereinbartem Namen übernehmen

Identitäten und Stammdaten

Vor jedem Dokumentmapping muss feststehen, wie Käufer, Lieferant, Standort und Benutzer identifiziert werden. cXML unterstützt verschiedene Credential-Domains. Das ERP verwendet dagegen möglicherweise Debitorennummern und interne Standort-IDs. Eine zentrale Partnerkonfiguration verhindert, dass diese Logik über den Code verteilt wird.

Artikel, Varianten und Einheiten

Artikelnummern müssen eindeutig und dauerhaft sein. Bei Varianten ist zu klären, ob eine eigene SupplierPartID oder zusätzliche Klassifikation verwendet wird. Mengeneinheiten sollten gegen eine kontrollierte Mappingliste geprüft werden. „EA“, „PCE“ und interne Kürzel dürfen nicht ungeprüft gleichgesetzt werden.

Preise, Steuern und Währungen

Es muss festgelegt werden, ob Preise netto oder brutto sind, ob Rabatte bereits enthalten sind und welches System die Preisautorität besitzt. Rundungsregeln und Dezimalstellen können bei Summenabweichungen entscheidend sein. Steuern sollten nicht nur als Prozentsatz, sondern mit Land, Steuerart und rechtlichem Kontext betrachtet werden.

Adressen

Freitextadressen sind fehleranfällig. Wenn möglich, werden bekannte Lieferstellen über stabile IDs auf ERP-Adressen gemappt. Für neue Adressen braucht es eine definierte Entscheidung: ablehnen, manuell prüfen oder kontrolliert anlegen.

Extrinsic-Felder

Extrinsic-Elemente erlauben kundenspezifische Angaben wie Kostenstelle, Projekt oder interne Referenz. Name, Datentyp, Pflichtstatus und erlaubte Werte müssen pro Partner dokumentiert werden. Gleich benannte Felder können bei verschiedenen Kunden unterschiedliche Bedeutungen haben.

Gutes Mapping enthält: Quelle, Ziel, Datentyp, Pflichtstatus, Transformationsregel, Standardwert, Fehlerreaktion, Beispiel und verantwortliches System.

Versionierung

Mappings sollten versioniert und pro Geschäftspartner konfigurierbar sein. Änderungen werden zuerst in einer Testumgebung geprüft. Eine produktive Nachricht muss später der damals gültigen Mappingversion zugeordnet werden können.

Fachliche Grundlage: cXML Reference Guide und projekterprobte Integrationsmuster.

Mapping nicht dem Zufall überlassen

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